
Q1-Projektkurs war bei „Jugend forscht“
„Es geht um ein Stück eurer Lebensgeschichte“
Harkenberg-Schüler sammeln wertvolle Erfahrungen beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb
HÖRSTEL/STEINFURT. Nach monatelanger Vorbereitung in den Klassenzimmern und Laboren der Harkenberg Gesamtschule (HGH) war es Ende Februar endlich soweit: Der Biologie-Projektkurs der Q1 (Oberstufe) trat beim 61. Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ an. Unter dem diesjährigen Motto „Maximale Perspektive“ präsentierten die Nachwuchsforscher am 27.02. ihre Projekte an der FH Münster auf dem Campus in Steinfurt.
Schon früh am Morgen trafen sich die Schülerinnen und Schüler, um ihre Stände aufzubauen. Begleitet wurden sie von ihrer Lehrerin Jennifer Gövert, die die Teilnahme des Projektkurses koordiniert. Kurz darauf begann die erste Runde der Präsentationen. Nach einer kurzen Vorstellung des eigenen Projekts mussten sich die Jugendlichen in einem Gespräch den kritischen Fragen der Fachjury stellen.
Dabei wurde schnell klar, worauf es ankommt: „Wenn die Jury das Projekt probiert auseinanderzunehmen und es dann auseinanderfällt, war es nicht wissenschaftlich fundiert genug“, resümierten die Q1-Schüler Hendrik und Simon treffend. Auch Mitschülerin Isabel zog ein wichtiges Fazit aus den Gesprächen: „Das ist ja wie ein Bewerbungsgespräch. Man lernt seine Arbeit zu verteidigen, aber auch Kritik anzunehmen.“
Die thematische Bandbreite der HGH-Projekte war in diesem Jahr besonders beeindruckend: Leo Mücke und Ida Baar erforschten unter dem Titel „Geschmackssinn täuscht“, wie Miraculin unsere Zunge austrickst, während Damien Gies und Maximilian Schröder untersuchten, wie sich Lichtstress auf Ameisen auswirkt. Isabel Bruns, Emily Bartnick und Lena Plagemann gingen der Frage auf den Grund, wie man die Angst vor Hunden, die sogenannte Kynophobie, überwinden kann mit dem Projekt „Wuff! Ist die Angst gerechtfertigt?“. Weitere kreative Beiträge kamen von Andrej Siemens, Christopher Witte und Erik Theile mit ihrem Projekt „Aqua-X7“, von Simon Güthe, Hendrik Hochheimer und Felix Günther, die die Hörsteler Wasserqualität auf Verunreinigungen untersuchten, sowie von Bruno Heuvers und Julian Mersch mit ihrer „Kuh-len Kalkulation – Wieviel Milch lohnt sich wirklich?“.
Neben dem reinen Wettbewerb bot der Tag für die Jugendlichen auch spannende Einblicke in das Studentenleben. Um das gemeinsame Frühstück und Mittagessen in der Mensa der FH stand das Kennenlernen des Campus auf dem Programm. Ein besonderes Highlight war der Einblick in den MakerSpace, die Prototypen-Werkstatt am Technologie-Campus. Ausgestattet mit 3D-Druckern, Lasercuttern und Elektronik-Arbeitsplätzen bot sich hier die perfekte Gelegenheit, Studiengänge kennenzulernen und eigene Zukunftsideen zu entwickeln.
Am Nachmittag öffneten sich ab 13:30 Uhr die Türen für die interessierte Öffentlichkeit und Familien. Hier bot sich in einer zweiten Präsentationsrunde die Möglichkeit, wertvolle Kontakte in Richtung Wirtschaft und Forschung zu knüpfen. Der aufregende Tag gipfelte am späten Nachmittag in der feierlichen Siegerehrung.
Auch wenn es für die HGH-Schülerinnen und -Schüler in der ersten Runde diesmal nicht für eine Platzierung auf dem Treppchen reichte, war der Tag trotzdem eine wertvolle Erfahrung. Die Leistungen der Gewinner – wie etwa bei dem anspruchsvollen und schon eindrucksvoll klingenden Thema „Kinderwunsch und Tumorrisiko – Wachstumsverhalten von Glioblastomzellen unter Progesteron“ – erkannten die HGH-Schüler neidlos an.
„Wir haben einen ganz guten Auftritt gemacht“, zeigte sich Leo am Ende des Tages versöhnlich. Die jungen Forscher haben viel gelernt und für die Zukunft mitgenommen. Den passenden Abschluss für diesen lehrreichen Tag lieferte ein Zitat des Moderators: „Es geht um ein Stück eurer Lebensgeschichte, nehmt das mit.“ Für die Schülerinnen und Schüler der HGH steht jedenfalls fest: Wir kommen wieder!







