
Schülerinnen und Schüler der Projektkurse von Herrn Große-Brinkhaus und Frau Gövert (Jg. 5/6)
Einsatz für die Artenvielfalt
Schüler bauen Benjeshecke in Hörstel
Hörstel. Ein lebendiges Klassenzimmer unter freiem Himmel: In diesem Schuljahr haben die Profilkurse Naturwissenschaften der Jahrgänge 5 und 6 der Harkenberg Gesamtschule ein handfestes Zeichen für den lokalen Naturschutz gesetzt. Unter der Leitung von Herrn Große-Brinkhaus (Jahrgang 5) und Frau Gövert (Jahrgang 6) entstand in monatelanger Arbeit am Rande der Schulwiese eine sogenannte Benjeshecke – ein wertvoller neuer Lebensraum für die heimische Tierwelt.
Nachhaltigkeit aus der Region
Das Besondere an dem Projekt ist der nachhaltige Kreislauf: Die Hecke besteht fast ausschließlich aus Weidenschnitten, die bei regulären Pflegearbeiten im Stadtgebiet von Hörstel angefallen sind. Anstatt das Material zu entsorgen, fand es hier eine neue, ökologische Verwendung. Für die Umsetzung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler eng mit der Stadt Hörstel zusammen, die das Material bereitstellte.
Ein Zuhause für Insekten, Vögel und Igel
Fast wöchentlich griffen die jungen Naturwissenschaftler – immer abhängig vom oft wechselhaften Wetter – zu Handschuhen und Werkzeug. Bei einer Benjeshecke (auch Totholzhecke genannt) wird Schnittholz locker aufgeschichtet.
Was auf den ersten Blick wie ein einfacher Holzhaufen aussieht, ist ein ausgeklügeltes Ökosystem:
- Sofortiger Schutz: Kleinsäuger wie Igel, verschiedene Vogelarten und nützliche Insekten finden hier sofort Unterschlupf und Nistplätze.
- Natürliches Wachstum: Mit der Zeit verrottet das Holz, während Wind und Vögel Samen herantragen. So entsteht nach und nach eine lebendige, grüne Hecke.
Durch ihren Einsatz haben die Fünft- und Sechstklässler nicht nur theoretisches Wissen aus dem Unterricht praktisch angewendet, sondern auch einen dauerhaften Beitrag zur biologischen Vielfalt direkt vor ihrer Haustür geleistet.







