
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 mit Grundschüler*innen
Gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen
Erfolgreiches Kooperationsprojekt zwischen Grundschule und Gesamtschule in Hörstel
Riesenbeck/Hörstel. Wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Schulformen sein kann, zeigte jetzt ein besonderes Kooperationsprojekt der Sünte-Rendel-Grundschule in Riesenbeck und der Harkenberg Gesamtschule in Hörstel. Im Rahmen des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“, das die beiden Schulen bereits seit zwei Jahren verbindet, arbeiteten Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen gemeinsam mit Neuntklässlern der Gesamtschule an spannenden und selbstgewählten Projekten.
Erstmals wurden dabei die Projekte „Präsi-Profis“ und „NE.XT – Das DigiLab“ durchgeführt. Die Jugendlichen der Jahrgangsstufe 9 übernahmen dabei eine besondere Rolle: Sie begleiteten die Grundschulkinder als Lernbegleiter und unterstützten sie bei allen Fragen und Herausforderungen. Für die Zusammenarbeit wurden dabei die Ergänzungskurse Pädagogik (EGS-Pädagogik) und Information (EGS Informatik) ausgewählt.
Im Projekt „Präsi-Profis“, welches die EGS Pädagogik-SchülerInnen begleiteten, lernten die Grundschülerinnen und Grundschüler, wie Präsentationen in Powerpoint erstellt und durch selbst gestaltete Projektarbeiten anschaulich ergänzt werden können. Ziel war es, die Ergebnisse wirkungsvoll vorzustellen und auf der Veranstaltung HG-Highlights am 10.07.2026 in der Harkenberg Gesamtschule Hörstel zu präsentieren.
Technisch wurde es im „Technik-Check“. „Wenn Kinder erleben, dass aus einer digitalen Idee durch Programmierung und 3D-Druck ein echtes Objekt entsteht, motiviert dies die Grundschulkinder ungeimein“, meint Informatik-Lehrer Mathias Thomelcik über sein Technik-Projekt. Hier erhielten die Kinder einen Einblick in die Welt der 3D- Programmierung und des 3D-Drucks. Gemeinsam mit den älteren Schülerinnen und Schülern des DigiLabs programmierten sie eigene Modelle und konnten diese anschließend mit dem 3D-Drucker ausdrucken. Dabei eigneten sich die Grundschulkinder vielfältiges technisches Know-how an und sammelten erste Erfahrungen in einem zukunftsweisenden Bereich der digitalen Bildung.
Besonders beeindruckend war die Rolle der Neuntklässler. Während der gesamten Projektarbeit war zu beobachten, mit welchem Engagement und welcher Geduld sie die jüngeren Schülerinnen und Schüler betreuten. Sie beantworteten Fragen, erklärten Arbeitsschritte und unterstützten bei der Umsetzung der Ideen. So entstand eine Lernatmosphäre, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt war. Ein Grundschulkind wurde von mindestens 2 älteren Schülern betreut. Dabei wurde jede Projektstunde im Anschluss mit den Neuntklässlern reflektiert: Was hat heute gut funktioniert und worauf müssen wir in der nächsten Projektstunde achten? Wie können wir gemeinsam mit den Grundschulkindern arbeiten, sodass sie in ihrem Projekt weiterkommen? Diese Fragen wurden in jeder Reflexion aus vielen Sichten beleuchtet.
Begleitet wurde das Projekt an der Harkenberg Gesamtschule von den Lehrkräften Sonja Hoppe (ehemals Schoo) sowie Mathias Thomelcik, der als Informatiklehrkraft insbesondere den Technik-Check unterstützte. Von Seiten der Sünte-Rendel-Grundschule betreute Sabine Eichmann (Klassenlehrerin der 4a an der Sünte-Rendel-Grundschule) die Kinder, begleitete sie zur Gesamtschule und unterstützte sie während der Projektarbeitsphasen.
Neben den fachlichen Erfolgen entstanden auch neue soziale Kontakte. Eine Grundschülerin brachte ihre Begeisterung mit den Worten auf den Punkt: „Ich habe hier schon Freunde gefunden.“
Eine besondere Herausforderung bei der Planung bestand darin, die unterschiedlichen Zeitsysteme beider Schulen miteinander zu verbinden. Die gemeinsame Projektarbeit fand deshalb einmal wöchentlich in einer einstündigen, gemeinsam festgelegten Projektzeit statt. An der Sünte-Rendel-Grundschule ist diese Zeit als sogenanntes Lernatelier fest im Schulalltag verankert und erlaubt damit ein flexibles Arbeiten an Projekten, die in diesem Falle außerhalb der Grundschule in der Harkenberg Gesamtschule Hörstel stattgefunden haben.
Die Verantwortlichen beider Schulen ziehen ein positives Fazit. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters voneinander lernen können. Während die Grundschulkinder wertvolle digitale und methodische Kompetenzen erwarben, sammelten die Neuntklässler als Lern- und Projektbegleiter wichtige Erfahrungen in Verantwortung, Teamarbeit und der Vermittlung von Wissen. Damit wurde das Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ mit Leben gefüllt und ein weiterer Baustein für eine erfolgreiche Bildungskooperation in der Region geschaffen.







