Schulleiter Daniel Helming freut sich über die Anmeldezahl an seiner Schule. | Foto: Stephan Beermann

Die Grafik gibt eine Übersicht über Anmeldezahl und die Zahl der Eingangsklassen der vergangenen zehn Jahre.
Quelle: Stefan Nieland/ IVZ

Höchste Anmeldezahlen seit 10 Jahren – IVZ vom 04.03.2026

Hohen Zuspruch findet die Harkenberg Gesamtschule Hörstel unter den aktuellen Viertklässlern. Mehr Kinder und Eltern aus Hörstel und Umgebung als in den Jahren zuvor haben sich für die HGH entschieden.

Von Stephan Beermann
Hörstel · Bildung & Schule
Dienstag, 03.03.2026 – 18:00 Uhr

Die Harkenberg Gesamtschule Hörstel (HGH) gibt nach der Anmeldewoche erste Zahlen bekannt. Demnach haben sich bislang 138 Jungen und Mädchen für die Eingangsklasse nach den Sommerferien angemeldet. Hinzu kommen zwölf Kinder aus der Erstförderung und weitere 21 Kinder, die den Anmeldetermin nicht wahrnehmen konnten. „Mit bislang 161 Kindern kommen wir sehr positiv aus dem Anmeldeverfahren heraus“, freut sich Schulleiter Daniel Helming. Die Stärken der HGH würden von den Eltern gesehen und geschätzt.
161 Fünftklässler – so viele hat es in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr gegeben. Das sind 23 mehr als im Vorjahr. Mit ihnen können nach acht Jahren wieder sechs Eingangsklassen gebildet werden. Für die Sechszügigkeit ist die Schule ursprünglich ausgelegt. „Wir haben eine deutliche Steigerung wahrgenommen“, sagte Helming auf IVZ-Anfrage.

Die Zahl von Jungen und Mädchen ist ausgeglichen. Auch mit der Verteilung der Schulempfehlungen – von der Hauptschul- bis zur Gymnasialempfehlung – ist der Schulleiter zufrieden. „Dies entspricht unserem Anspruch, die Mitte der Gesellschaft abzubilden.“ Den größten Anteil haben die Kinder mit Realschulempfehlung.

„Die Stärke unserer Schule wird von den Eltern gesehen und geschätzt.“
Daniel Helming, Leiter der Harkenberg Gesamtschule Hörstel

Als eine Ursache für das aus seiner Sicht positive Anmeldeverhalten nennt Helming die positive Reaktion auf den „Tag der offenen Tür“ und auf die Weihnachtsaktion. Möglicherweise hätten Eltern auch die konsequente Haltung gegenüber Fehlverhalten an der Schule als positiv wahrgenommen. Das an der Schule eingeführte Handy-Verbot für die Jahrgänge 5 bis 10 werde mittlerweile als normal angenommen. Allein die Oberstufe darf das Handy während der Pausen und innerhalb des Oberstufenbereichs nutzen.

Der Anteil der Kinder nach Herkunftsschule ist deutlich unterschiedlich. 65 Prozent der Viertklässler aus Bevergern wechseln von der Grundschule zur Gesamtschule Hörstel; aus Dreierwalde sind es 17 Prozent und aus dem Ortsteil Hörstel 33 Prozent. Vergleichsweise hoch ist der Anteil aus Birgte mit 39 Prozent. Der Anteil aus Riesenbeck hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 42 Prozent fast verdoppelt. Auffällig ist auch der hohe Zuspruch aus Ibbenbüren und Rheine-Rodde; aus den beiden Nachbarstädten wurden bislang 49 Jungen und Mädchen für das neue Schuljahr gemeldet.

Wie in den Vorjahren werden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 sogenannte Profilschienen gebildet. Die Jungen und Mädchen können sich je nach Interesse für eine Zusatzstunde Sport, Musik, Kunst, Naturwissenschaft oder Informatik am Nachmittag entscheiden. Perspektivisch soll mit der Zusatzstunde Musik zum Aufbau einer Schul-Big-Band oder -Orchesters beigetragen werden.

Thema bei den vielen Elterngesprächen, die der Schulleiter bei den Anmeldungen führte, war neben der Mittagsverpflegung in der Schulmensa auch die Kooperation der Schule mit Hörsteler Vereinen. Eine Besonderheit: Kinder, die nachweislich zweimal pro Woche im Sportverein Training haben, können auf Wunsch dienstags bereits zur Mittagszeit nach Hause gehen.

Erste Anmeldungen gibt es auch für die Oberstufe an der Gesamtschule ab dem Schuljahr 2026/27. Erstmals habe es dazu Anfragen von Schulexternen aus Rheine gegeben, die in Hörstel ihr Abitur machen wollen – was den Schulleiter sehr freut: „Dies ist eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen, dass wir als Alternative gesehen werden.“ Anmeldungen zur Oberstufe sind auch über die Osterferien hinaus noch möglich. Bei einigen könnte die Entscheidung erst mit der Zeugnisvergabe fallen.